Kolb' Biergarten in Worms hat eine lange
Gastronomische Tradition.
Direkt am Rheinufer liegt einer der wohl bekanntesten Biergärten der Nibelungenstadt.
Seit Generationen ist Kolb's Biergarten eine feste Größe für Jung und Alt.
Unter den schattenspendenden Platanen lässt es sich so richtig entspannen und bei
einem herbfrischen kühlen Bier kann man dabei die vorbeifahrenden Schiffe beobachten.
Auch bei hohen sommerlichen Temperaturen weht immer ein erfrischendes Lüftchen
vom Rhein. Junge Menschen, aber auch die ältere Generation lieben den Biergarten
nicht zuletzt wegen seiner romantischen Lage am Rhein.
Die Zeit bei Kolb's kann man nicht nur im Freien, sondern auch drinnen, im alten
Fachwerkhaus genießen.
| 1720 | 1811 | 1903 | 1918 | 1938 | 1960 | 1993 | 2009 |

1720
Das hat immer dazugehört am Rhein und hat bis heute niemanden davon abgehalten
zu "Kolb's Biergarten" zu pilgern, der um 1720 erbaut wurde.
Das hat immer dazugehört am Rhein und hat bis heute niemanden davon abgehalten
zu "Kolb's Biergarten" zu pilgern, der um 1720 erbaut wurde.

1811
Er wurde nachweislich schon 1811 von Christian Hinz als Gastbetrieb geführt.
Offensichtlich eine Notwendigkeit an dieser Stelle. 1855 wurde am Rhein eine
Schiffsbrücke gebaut, die zur Seite gefahren wurde, wenn sich Schiffe näherten,
und bei Eisgang im sogennanten Winterhafen verschwand.
Wer sie überqueren wollte, mußte am Gelderhaus blechen.
1897 wurde der Bau einer Straßenbrücke beschlossen, die 1900 fertiggestellt und im
Beisein des Großherzogs Ernst-Ludwig mit großem Pomp eingeweiht wurde.
Offensichtlich eine Notwendigkeit an dieser Stelle. 1855 wurde am Rhein eine
Schiffsbrücke gebaut, die zur Seite gefahren wurde, wenn sich Schiffe näherten,
und bei Eisgang im sogennanten Winterhafen verschwand.
Wer sie überqueren wollte, mußte am Gelderhaus blechen.
1897 wurde der Bau einer Straßenbrücke beschlossen, die 1900 fertiggestellt und im
Beisein des Großherzogs Ernst-Ludwig mit großem Pomp eingeweiht wurde.
1903
Als Karl Röder, Nachfolger des langjährigen Wirtes und Inhabers Eberhard Mees, 1903
um die Konzession nachsuchte, wurde sie ihm zugestanden, weil hier, wie es in den
Aktenn heißt, "Arbeiter und Schiffer verkehren, die Branntwein zu trinken pflegen.
Die Bedürftigkeit ist schon deshalb zu bejahen, weil nur eine Wirtschaft in der
Nähe ist". Damals hieß Kolb's Biergarten noch "Zum Deutschen Hof".
Als Karl Röder, Nachfolger des langjährigen Wirtes und Inhabers Eberhard Mees, 1903
um die Konzession nachsuchte, wurde sie ihm zugestanden, weil hier, wie es in den
Aktenn heißt, "Arbeiter und Schiffer verkehren, die Branntwein zu trinken pflegen.
Die Bedürftigkeit ist schon deshalb zu bejahen, weil nur eine Wirtschaft in der
Nähe ist". Damals hieß Kolb's Biergarten noch "Zum Deutschen Hof".
1918
Johann Kolb, Witwer mit sieben Kindern übernahm am 16. April 1918 die Gastwirtschaft.
Er betrieb nebenbei im Obergeschoß des Seitenbaus eine Schneiderei, die durch einen
geschlossenen hölzernen Balkon mit dem Haupthaus verbunden war.
Margarete Kolb, die spätere Inhaberin, wurde in dem alten Haus geboren. Ihr ganzes
Leben sollte sie hier verbringen.
1938
Johann Kolb, Witwer mit sieben Kindern übernahm am 16. April 1918 die Gastwirtschaft.
Er betrieb nebenbei im Obergeschoß des Seitenbaus eine Schneiderei, die durch einen
geschlossenen hölzernen Balkon mit dem Haupthaus verbunden war.
Margarete Kolb, die spätere Inhaberin, wurde in dem alten Haus geboren. Ihr ganzes
Leben sollte sie hier verbringen.
In dieser Zeitperiode hatte die Familie schwer zu kämpfen. 1945 wurde die Brücke in
die Luft bgesprengt, um das Nachrücken des Feindes zu verhindern.
1953 wurde eine neue Straßenbrücke gebaut. Auf dem Kolbschen Anwesen spielte sich
ein reges Leben und Treiben ab. Die Bauleute frühstückten hier und aßen zu Mittag,
Händler kamen in die Wirtsstube und verkauften Kleidung.
Sie erlebten, wie der Rhein im Januar 1955 über die Ufer trat und bis in die gute Stube
vordrang. Das passierte nioch zwei weitere Male.
Im strengen Winter 1956 hingegen war der Rhein zugefroren.
die Luft bgesprengt, um das Nachrücken des Feindes zu verhindern.
1953 wurde eine neue Straßenbrücke gebaut. Auf dem Kolbschen Anwesen spielte sich
ein reges Leben und Treiben ab. Die Bauleute frühstückten hier und aßen zu Mittag,
Händler kamen in die Wirtsstube und verkauften Kleidung.
Sie erlebten, wie der Rhein im Januar 1955 über die Ufer trat und bis in die gute Stube
vordrang. Das passierte nioch zwei weitere Male.
Im strengen Winter 1956 hingegen war der Rhein zugefroren.

1960
Nach dem Tod Ihrer Eltern, übernahm Margarete Kolb den Gasthof. Sie baute Stallungen,
in denen einst die Treidelpferde standen, zur ersten automatischen Kegelbahn von Worms
um. Weil die Wirtin alleinstehend war, gab sie keine Speisen aus; wer ein Bier oder Wein
trinken wollte, mußte sich an der Theke anstellen. Die Wirtschaft entwickelte sich zum
beliebten Treffpunkt der Jugend. Der abendliche Gang zum "Kolwe Gredche" war fast ein Muß.
1993
1993 übergab Margarete Kolb den betrieb an Stefan Herbold, der die Gaststuben flott
renovierte und eine erfreuliche Speisekarte vorhält.
Wer heute unter den Platanen sitzt, kann Hankäs' mit Musik, knackigen Salat oder gebackenen
Zander, vor allem aber die Knusperhähnchen bestellen, mit denen sich der neue Wirt einen
Namen gemacht hat. Und natürlich schäumt nach wie vor das Bier im Glas.

